Löwenklasse

Spannende Geschichten schreiben

 von Jonah L. (4a)

(Die Kinder sollten eine Geschichte spannend zu Ende schreiben.)

Wie gelähmt standen wir beide an der Wegbiegung. Julian umklammerte den Lenker seines Fahrrades. „Lucia", flüsterte er, „das gibt's doch gar nicht, oder?" Ich war so erschrocken, dass ich nicht antworten konnte. Gebannt starrte ich in die undurchdringliche Nebelwand. Dahinter erhob sich regungslos eine massige Gestalt. Da! Was war das für ein Geräusch? Es klang wie ein Stampfen, dann ein Scharren, ein Schnauben. Erschrocken starrten wir in den dichten... ...Nebel. Auf einmal schob sich ein Fuß aus dem Nebel. Aber was war das für einer: Er war ungefähr so groß wie unsere Fahrräder und so breit wie ein Auto. Dem Fuß folgte noch einer und dann kamen ein massiger, riesiger Körper und ein großer Kopf zum Vorschein. Das gigantische Ungetüm war um die 8 Meter groß (und damit dreimal so groß wie ein normaler Mann). In seiner riesigen Hand hielt er eine dicke Keule, die mit tausenden von Stacheln besetzt war. Sein Kopf überzog eine gewaltige Zottelmähne und darunter wucherte ein brauner Bart. Doch sein Gesicht machte einen freundlichen Eindruck. Julians Knie klapperten wie wild und als der Riese dann auch noch zu sprechen anfing, gaben sie nach und knickten weg. „Hallihallöchen", durchbrach die dröhnende Stimme des Riesens die unheimliche Stille. Ein widerlicher, verdächtig nach verfaultem Fisch riechender Mundgeruch stach uns entgegen. Ein weißes Pulver fiel von seiner dunkelbraunen Jacke auf den immer noch im feuchten Gras liegenden Julian. Der fing sofort an mit einem entsetzlichen Niesanfall. „Ich biiin Gustav, der Riese", sprach plötzlich der Riese weiter. Er sah auf den niesenden Julian. „Oho, das tut mir leid, das ist mein Niespulver." Gustav kramte in seiner Manteltasche. Das Kleidungsstück schien nur aus Taschen zu bestehen. „Hiieer, das Gegenmittel", sagte Gustav und zog aus der Tasche an seiner Brust einen kleinen Behälter mit einem grünlich schimmerndem Zeug drin, welches außerordentlich nach gekautem Kaugummi roch, heraus. Er kippte den schleimigen Inhalt auf den immer noch niesenden Julian. Er hörte sofort auf. Doch offenbar war es das falsche Mittel, denn es zeigte kurz danach Nebenwirkungen. Julian wurde blassgrün und es schien, als ob er keine Knochen mehr im Körper hatte. Seine Arme konnte man biegen wie Gummi und seine Haut fühlte sich furchtbar schleimig an. „Oho", sagte Gustav und zog ein neues Pulver aus seiner Jacke. Doch als er es über den armen Julian kippte, fing der plötzlich an, sich vor Lachen auf dem Boden rumzukugeln. Er keuchte und prustete und dazwischen blies er durchsichtige Blasen. Beim dritten Mal spielte er „Blinde KUH" mit sich selbst und beim 4ten Mal wirbelte er sich so lange im Kreis herum, dass er fast abhob. Doch schließlich, nach ein tausend Versuchen, zog Gustav glücklicherweise das richtige Mittel aus seiner Tasche und Julian wurde wieder normal. Plötzlich verspürten wir beide großen Hunger. Wir packten unseren Proviant aus. Als die Torte ausgepackt war, fingen wir an zu essen. Gustav fragte, ob er auch was haben dürfte. Ich gab ihm ein Stück und erwiderte: „Ja klar, Gustav, hau rein." Das tat er leider auch. Er haute mit der Stachelkeule auf sein Stück, dass es nur so spritzte. „Och Gustav!", motzte Julian „Du solltest sie doch essen." Das ließ er sich nicht zweimal sagen. Er nahm sich das Blech und schüttete sich die Torte in seinen großen Mund. Fassungslos starrten wir ihn an. Doch Gustav rülpste nur laut in die Runde und fragte: „Habt ihr noch mehr dabei?" „Ja klar", antwortete Julian und wir packten alles aus. Gustav nahm sich es und gab uns dafür einige von seinen interessanten Mitteln und Pulvern. „Tja", sagte er traurig, „ich muss dann wohl los." Er packte die Leckereien in seine Taschen und stapfte los. „Tschüss!", rief er und wir beide winkten. Dann verschwand er und wir dachten, wer hätte gedacht, dass wir heute mal zur Abwechslung einen Riesen kennen lernen würden. Interessiert sah sich Julian die vielfarbigen Mittel an. Dann gingen wir nach Hause und freuten uns. Denn schließlich trifft man nicht alle Tage einen Riesen, der Gustav heißt.

 

 

Die Bienenkönigin

 

Lesenacht 2017

 

 

Maskenparade

OGS-Kinder der Klasse 3a mit selbstgebastelten Masken

 

Ernährungsprojekt in der Löwenklasse

Unser Ernährungsprojekt